Eider-Ente
Somateria mollissima

Von lokalen oder durch Ölkatastrophen verringerten Populationen abgesehen, verfügt die Eiderente weltweit über riesige und stabile Bestände und könnte die häufigste nordische Entenvogelart überhaupt sein. Sie leben ganzjährig entlang der Meeresküsten und brüten bevorzugt auf vorgelagerten Fels- oder Sandinseln. Ab Ende April werden auf den Inseln die Brutplätze aufgesucht. Das Weibchen scharrt zunächst eine tiefe Mulde, legt diese mit etwas Nistmaterial aus und beginnt Mitte Mai mit der Eiablage, vor dem Brutbeginn erfolgt dann die dicke Dunenauspolsterung. Sie brüten sehr fest und nehmen in den Brutphasen kaum Nahrung auf. Sind die Küken geschlüpft, werden sie von der Mutter in s Seichtwasser der Küste geführt, wo sich schnell viele Familien vereinen und die Küken kindergartenartig von Müttern und Tanten betreut werden.
Nahrung: Marine Mollusken, bevorzugt Miesmuscheln, ferner Krabben, Krebse, Pflanzenteile. Anteil tierischer Nahrung über 95%.
Haltung / Zucht: Eiderenten stellen auf den Teichen imposante Erscheinungen dar, kommen jedoch erst in einer Kleingruppe von 2 –4 Paaren voll zur Geltung. Die Wassertiefe sollte um 1 m betragen. Gefüttert werden eiweissreiche Meeresenten-, Hunde- oder Katzen-Pellets, heute bevorzugt schwimmfähig, ergänzend nehmen sie auch gerne Garnelen- oder Fischstücke. Eiablage in vorbereiteten Mulden zwischen Steinen oder in Hütten, bevorzugt auf Inseln ab Mitte April, häufiger im Mai, Nachgelege bis Juni. Die Kükenaufzucht in Boxen gelingt annähernd problemlos. Da die Küken keine direkte Bindung zur Mutter aufbauen, vergesellschaften sie sich mit anderen Küken und finden auch das Futter ohne Anleitung allein. Neben einem eiweissreichen Pelletfutter erhalten sie Mehlwürmer, Garnelen oder Insektenschrot.

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