Höckerglanzente

Sarkidiornis melanotos

Lebensweise:
Die in Afrika weit verbreitete Höckerglanzente bewohnt ähnlich wie die Sporengans flache, vegetationsreiche und von Wald oder alten Einzelbäumen durchsetzte Sumpfniederungen, Flußauen und während oder nach der Regenzeit die überschwemmten Niederungen. Tiefe, offene Gewässer, die Stauseen und Talsperren werden nur selten aufgesucht. Außerhalb der Brutzeit sind diese Glanzenten fast immer zu Trupps vereint. Für die Ruhezeiten und zum Sichern vor dem Einfallen auf das Wasser befliegen sie gern unbelaubte Äste alter Bäume und gesellen sich dort zu den ebenfalls aufbaumenden Sporengänsen. Ein Teil der Männchen lebt polygam und begattet drei bis vier Enten, doch sind auch echte Paare bekannt. Die Nester werden in hohlen Bäumen und in Baumstümpfen, gelegentlich im Ufergebüsch oder in der Sumpfvegetation errichtet. Die Gelege bestehen aus 8-12 Eiern, sie sind glänzend gelblichweiß. Die Brutzeit beträgt ca. 30 Tage. Zur Brutzeit sind die Höckerglanzenten sehr scheu. Bei nahender Gefahr verlässt das Weibchen zeitig das Nest und baumt in einiger Entfernung auf. Die Jungen dagegen sind dem Menschen gegenüber sehr vertraut. Mit dem Flüggewerden der Jungenten scharen sich die Höckerglanzenten wieder in Trupps zusammen und vergesellschaften sich so mit Sporengänsen, Pfeif - und Nilgänsen.

Nahrung:
Sie wird oftmals nach Gänseart grasend aufgenommen. Sie besteht vorzugsweise aus jungen Spitzen der Gräser und vom wildwachsenden Reis. Außerdem werden vielerlei Wasserpflanzen und kleine Wasserlebewesen vertilgt. In Reisanbaugebieten kann die Art unter den Kulturpflanzen beträchtlichen Schaden anrichten.

Haltung und Zucht:
Heute werden in Zoologischen Gärten Glanzenten ohne besondere Schwierigkeiten gehalten, bei privaten Züchtern ist sie allerdings selten zu finden. Obwohl diese Art nicht ausgesprochen kälteempfindlich sein soll, empfiehlt sich eine Überwinterung in einem temperierten Raum. In ihrem Wesen zeigen sich die Höckerglanzenten ruhig und nicht brütende Tiere verträglich anderen Wasservögeln gegenüber. Sie stellen auch in der Fütterung keine besonderen Ansprüche.


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