Hottentottenenten bewohnen in unterschiedlicher Dichte die
afrikanischen Savannen mit grösster Häufigkeit in Ostafrika. In Nord-Nigeria
und der Tschad-Senke existieren, durch den Regenwald getrennt, isolierte
Brutvorkommen. Sie bewohnen Flachseen und Niederungen der offenen Savannen- und
Agrarlandschaft, heute auch flache Bereiche der Wasserrückhaltebecken.
Bevorzugt werden Papyrus-Sümpfe und Buchen mit ausgedehnten
Schwimmpflanzen-Gesellschaften. Sie leben hier paarweise oder in kleinen Gruppen
und verbergen sich bei nahender Gefahr im Pflanzenwuchs, so dass sie nur schwer
zu beobachten sind. Die Paarbildung erfolgt erst unmittelbar vor der Brutzeit.
Die Nester werden im Flachwasserbereich auf Seggen- und Papyrusblüten, im
Röhricht oder zwischen Gesträuch errichtet. Kükenbetreuung durch das
Weibchen. Eine lockere Beteiligung durch den Erpel wird vermutet.
Nahrung: Wasser- und Sumpf-Pflanzen, weniger Kleinlebewesen, die gründelnd,
aber auch mit eingetauchtem Kopf durch das Flachwasser watend, erfasst werden.