Kastanienente

Anas castanea

Lebensweise:
Kastanienenten sind in den meisten Brutarealen häufig. Ihre bevorzugten Brutbiotope sind die brackigen und salzigen Küstenlagunen und die flach auslaufenden Flussmündungen. Nur auf Tasmanien werden die gesamte Küste auch die Binnenseen und Sumpfniederungen besiedelt. Auch außerhalb der Brutzeit bleibt das Gros der australischen Populationen in den Küstengebieten. Der Beginn der Brutzeit schwankt zwar in den einzelnen Gegenden, liegt im allgemeinen jedoch in den Frühlingsmonaten. Die Nester befinden sich vorwiegend am Boden, im hohen Grase, im Ried oder zwischen Steinen. Die Gelege enthalten 7-10, auch bis 13 cremefarbene, glänzende Eier. Die Brutdauer beträgt 28 Tage. Die Männchen bleiben noch lange nach Legebeginn beim Weibchen. 


Nahrung:
Sie unterscheidet sich nicht wesentlich von der anderer Entenarten, doch ist der Anteil an Kleinlebewesen aus Brack- und Küstengewässern relativ hoch.

Haltung und Zucht:
Kastanienenten gelangten 1870 erstmals in den Londoner Zoo und werden, nach dem sie 1909 gezüchtet wurden, von vielen Zoos und in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Privatanlagen gehalten. Unproblematisch in der Pflege, wenig hinfällig und leicht züchtbar, ist diese mittelgroße Ente für Kleingehege, gemischte Kollektionen und Zooteiche gleichermaßen geeignet. Ihre Verträglichkeit wird unterschiedlich dargestellt, nach den Erfahrungen der meisten Züchter sind Kastanienenten friedfertig gegenüber anderen Arten, doch begatten nicht oder schlecht verpaarte Erpel häufig artfremde Weibchen. Obgleich kurze Frostperioden ohne Schaden überstanden werden, sollte bei länger anhaltenen Frostperioden ein Überwinterungsraum angeboten werden. Kastanienenten sind etwa mit einem Jahr geschlechtsreif, doch sind ergiebige Nachzuchten erst von 2-oder 3jährigen Paaren zu erwarten. Die Küken lassen sich leicht mit anderen Jungenten großziehen. 


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