Kupferspiegelente
Anas specularis
Lebensweise:
Bevorzugte Biotope der Kupferspiegelente bilden große, relativ schnell strömende Flussläufe innerhalb der Waldgebiete in den unteren und mittleren Höhenzügen der Anden. Ferner werden träge fließende Altwässer, Seen und Sumpfniederungen, auch solche am Rande der Forstregion besiedelt. Wie viele Bewohner schnellfließender Gewässer leben auch diese Enten meist paarweise oder in Familientrupps, grenzen die Brutreviere streng gegeneinander ab und sind weitgehend ganzjährig sesshaft.
Als bemerkenswert wird die Stimme bezeichnet. Die Weibchen lassen Rufreihen hören, die an das Gebell eines Kleinhundes
erinnern. Die Erpel lassen einen leisen, wisperden, sich 5 bis 7mal wiederholenden Kehllaut hören.
Ihre Nester wurden auf kleinen Inseln inmitten der Flussläufe gefunden, sie standen im hohen Gras, waren halb überdeckt und reichlich mit Dunen ausgepolstert. Hier
- so folgerte man - seien die Nester am besten vor Raubtieren geschützt. Die Gelege enthalten nur 4-6 dunkel cremefarbene Eier. Die Brutdauer beträgt 30-31 Tage. Das Weibchen brütet allein, es wird für möglich gehalten, daß sich der Erpel etwas beteiligt.
Nahrung:
Sie besteht aus pflanzlicher und tierischer Kost. Aus Zuchtanlagen ist bekannt, dass
Kupferspiegelenten die Gehege häufig nach Regenwürmern und anderen Kleinlebewesen absuchen.
Haltung und Zucht:
Die Art findet eine allgemeine, obgleich bis heute spärliche Verbreitung in Zoos und Privatanlagen. Kupferspiegelenten sind wenig hinfällig, winterhart und
die nicht brutaktiven Tiere auch voll verträglich. Dagegen zeigen sich fortpflanzungsaktive Tiere sehr aggressiv und sollten möglichst in Einzelgehegen untergebracht werden. Die Zucht gelingt heute regelmäßig. Die Eiablage beginnt meist in der zweiten Februarhälfte. Nachgelege sind die Regel, geschlüpfte Tiere wachsen annähernd verlustfrei auf.
Die geschlechtliche Reife tritt nicht vor Ende des zweiten Lebensjahres ein.
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