Zur Brutzeit bewohnen Reihereinten Binnenseen mittlerer
Tiefe mit reich strukturierten Uferlinien und ausgedehnten Röhrichtzonen,
ferner Fisch- und Klärteiche, Altwasser der Flüsse, und in neuer Zeit relativ
kleine Stauteiche und Kiesgruben. Trotz früher Ankunft im Brutrevier Eiablage
selten vor Anfang Mai, oft als letzte der ansässigen Entenarten. Nester werden
im Ried der Flachwasserzone, auf Inselchen oder auf Feuchtweisen, nicht selten
in lockeren Kolonien errichtet oder von mehreren Weibchen genutzt. Mit
Brutbeginn verlassen die Erpel das Nestterritorium, die Ente betreut die Küken
anfangs am äusseren Schilfsaum, später über den Schwimmpflanzengesellschaften
auf der freien Wasserfläche.
Nahrung: Vorzugsweise tierisch (Mies-, Herz- oder Wandermuscheln) sowie Teile
der Wasserpflanzen, die am Grund erfasst und an der Oberfläche verzehrt
werden.
Reiherenten sind ganzjährig friedfertig und können mit Weizen oder einfachem
Pelletfutter ernährt werden. Nestanlage gern in der Ufervegetation oder im
angrenzenden Grünland. Die Ente brütet relativ fest und ist somit stark
raubwildgefährdet.