Als Baumhöhlenbrüter bewohnt die Schellente den breiten
Waldgürtel zwischen der Subarktis im Norden und den Steppenregionen im Süden.
Mit dem Eisfreiwerden der Brutgewässer kehren die Gruppen ab März zurück,
Balz und Paarung erreichen jetzt ihren Höhepunkt, Rundflüge zur
Revieraufteilung und Bruthöhlensuche folgen. Bevorzugt Nistplätze bilden
Höhlen oder Nistkästen in 6-8 m Höhe und direkt am Wasser, doch sind auch
Bruten in 1-2 km Entfernung und bis zu 15 m hoch bekannt. Etwa 24 Stunden alt
springen sie, gelockt vom Weibchen, herab, werden zum Wasser geführt und
wachsen dort im äusseren Saum der Röhrichtkante heran. Die Ente verlässt ihre
halbflüggen Jungen und beginnt zu mausern.
Nahrung: Fast ausschliesslich Kleinlebewesen, seltener Fischchen oder
Fischlaich, Jagdtiefe bis 4 m. Pflanzliche Nahrungsanteile können zum Herbst
hin ansteigen.
Auf zu engen Teichen mit schlechter Wasserqualität werden Wohlbefinden und
Aktivitäten der Schellenten eingeschränkt. Auch die Überwinterung muss im
Freien auf eisfreiem Wasser möglich sein.