Schwarzkopfruder-Ente
Oxyura jamaicensis

Schwarzkopfruderenten bewohnen reich strukturierte Flachgewässer mit breiten Riedzonen, eingesprengten Inseln und kleinen offenen Wasserflächen. Hauptvorkommen bilden in Nordamerika die sommerwarmen Prärieseen, im gebirgigen Norden Südamerikas Lagunen der Hochsavannen, zum Süden hin die Gewässer der Punaregion. Sie überwintern in riesigen Scharen in den USA-Südstaaten und Mittelamerika und kehren als letzter Wasservogel ab Mitte April zu den Prärieseen zurück. Ihre Nester stehen im Ried der Flachwasserzone als kompakte, laubenartig überdachte Bauten ohne Dunenauspolsterung. Entsprechend der Grösse der Eier sind die Küken robust, schwimmen und tauchen geschickt und werden kaum gehudert.
Nahrung: Relativ feine Pflanzenteile und Kleinlebewesen, die sie bis aus 3 m Tiefe hochtauchen, hauptsächlich aber an der Oberfläche seihend aufnehmen.
Haltung / Zucht:Die Haltung der Schwarzkopfruderente ist heute annähernd problemlos. Kritisch ist ihre Eingewöhnung etwa bis nach der nächsten Mauser. Ruderenten sind auf eisfreiem Wasser zu überwintern. Die Art ist ganzjährig friedfertig, auch begrenzte Gruppenhaltung ist möglich. Die Aufzucht der Küken bereitet relativ grosse Mühe. Sie gelingt am Sichersten mit den Eltern, doch sind Küken und Eltern schwer einzufangen. In Boxen kommte es häufig zu unzureichender Futteraufnahme, auch fallen die Küken auf ebener Unterlage wegen der weit hinten ansitzenden Füsse leicht auf den Rücken und können sich nur schwer wieder umdrehen. Wenn mit Befiederungsbeginn ein Teich im Freien geboten werden kann, entwickeln sich die Jungenten problemlos weiter.

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